Onlinerechte für Beschäftigte - Überwachung am Arbeitsplatz
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Vielen Dank für Ihr Verständnis
Ihr Team der Onlinerechte für Beschäftigte

Service

Newsletter vom 25.02.2003

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Onlinerechte für Beschäftigte
Newsletter 25.02.2003
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Sehr geehrte Abonnentin,
sehr geehrter Abonnent,

auch in dieser Ausgabe unseres Newsletters haben wir wieder
interessante Neuigkeiten zum Thema „Onlinerechte für Beschäftigte"
zusammengestellt.

Hier unsere Themen:

1. Datenschutzrechtliche Grundsätze bei der
dienstlichen/privaten Internet- & eMail-Nutzung
am Arbeitsplatz
2. Mobiles Arbeiten ist stark im Kommen
3. Datenschutzbeauftragte kritisiert
Überwachung der Bevölkerung
4. Surfen am Arbeitsplatz: noch immer umstritten.
5. Regierung will Cybercrime-Konvention in dieser
Legislaturperiode umsetzen
6. Wer soll über Internet-Zukunft entscheiden?
7. „Onlinerechte für Beschäftigte" auf der CeBit
8. Big Brother im Betrieb

Viel Spaß beim Lesen!




1. Datenschutzrechtliche Grundsätze bei der
dienstlichen/privaten Internet- & eMail-Nutzung
am Arbeitsplatz
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Neu auf unserer Website:

Ein umfassendes Dokument zur dienstlichen
und privaten Nutzung von Internet und eMail am Arbeitsplatz stellen
wir Ihnen kostenlos zum Download auf unserer Website zur Verfügung:

www.onlinerechte-fuer-beschaeftigte.de/more/situations/download



2. Mobiles Arbeiten ist stark im Kommen
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In vielen Unternehmen gehört Mobilität traditionell zum Arbeitsalltag.
Darüber hinaus hat sich mobiles Arbeiten via mobiler Telearbeit,
„Mobilem Büro" oder „Mobile Computing" auch für Verwaltungen und
Betriebe als praktikabler Weg erwiesen, um Kosten zu sparen,
flexible Beschäftiungsmodelle einzuführen und die Servicequalität
gegenüber den KundInnen zu erhöhen.

>> ChancenNews Nr. 18 der Initiative Zukunftsfähige Arbeitsformen:
www.onlinerechte-fuer-beschaeftigte.de/more/situations?taction=download

Für Interessierte, die in das Thema Telearbeit einsteigen möchten,
bietet hessen-teleworking im Internet einen „Selbsttest für
EinsteigerInnen" an.

>> Zum Selbsttest:
www.hessen-teleworking.de



3. Datenschutzbeauftragte kritisiert
Überwachung der Bevölkerung
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In einem Artikel in heise-online.de wird darauf hingewiesen,
dass die nordrhein-westfälische Datenschutzbeauftragte
Bettina Sokol einen deutlichen Abbau von Persönlichkeits-
und Freiheitsrechten kritisiert. Nach den Terroranschlägen
vom 11. September 2001 seien die Möglichkeiten zur Überwachung
der Bevölkerung ausgebaut worden.

Auch bei der Telefonüberwachung seien die Befugnisse der
Strafverfolgungs- und Verfassungsschutzbehörden erweitert worden,
kritisierte die Datenschutzbeauftragte

Vor allem im nicht-öffentlichen Bereich wachse eine Kultur
des Misstrauens: "Im Internet sprießen so genannte Warndateien
wie Pilze aus dem Boden", sagte Sokol. Grundsätzlich seien
solche Warndateien rechtlich nicht verboten. Die geltende
Rechtslage erlaube solche Dateien aber nur in engen Grenzen.
In die Dateien dürften beispielsweise nur rechtskräftige
Urteile zu fristlosen Kündigungen aufgenommen werden. Sokol
sprach sich dafür aus, solche Warndateien grundsätzlich per
Gesetz zu verbieten. Sie regte deshalb eine Bundesrats-
initiative Nordrhein-Westfalens an.

>> Lesen Sie hier den Artikel im vollen Wortlaut:
www.heise.de/newsticker/data/jk-18.02.03-005

>> Website des Landesdatenschutzbeauftragten NRW:
www.lfd.nrw.de

>> Gesetz über die Freiheit des Zugangs zu Informationen
für das Land Nordrhein-Westfalen:
www.lfd.nrw.de/fachbereich/fach_10_1.html



4. Surfen am Arbeitsplatz: noch immer umstritten.
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Der Bonner Informationsdienst Neues Arbeitsrecht für
Vorgesetzte wertete mehrere Studien zum Thema
„Onlinenutzung am Arbeitsplatz" aus und kommt darin
zu dem Ergebnis, dass über 90 Prozent aller vernetzten
ArbeitnehmerInnen in Deutschland im Büro privat surfen und mailen.
Fast die Hälfte davon verbringt damit mehr als drei Stunden
pro Woche.

Während eine Studie des Center for e-Service der Universität
Maryland und die Marktforscher von Rockbridge Associates in
ihrer Studie National Technology Readiness Survey (NTRS)
verdeutlicht, dass die Firmen von der privaten Internet-Nutzung
ihrer ArbeitnehmerInnen profitieren, schätzt man in Deutschland,
dass den Firmen dadurch ein finanzieller Schaden entstehe.

Die amerikanische Studie zeigt bei ArbeitnehmerInnen, die am Arbeitsplatz
und zu Hause einen Internetzugang haben, durchschnittlich 3,7 Stunden
in der Woche privat am Arbeitsplatz, jedoch 5,9 Stunden in der Woche
zu Hause mit arbeitsrelevanten Inhalten im Internet beschäftigten.

Der Direktor des Center for e-Service weist darauf hin, dass Firmen,
die eine private Nutzung des Internet am Arbeitsplatz verbieten,
kontraproduktiv für das Unternehmen handeln.

Grundsätzlich gibt es in Deutschland keinen Anspruch auf privates Surfen
und Mailen ohne ausdrückliche Genehmigung des Arbeitgebers im Büro.
Duldet der Arbeitgeber jedoch die private Nutzung länger als ein halbes
Jahr, kommt dies einer Erlaubnis gleich.

>> weitere Informationen zu diesem Thema und die rechtlichen Hintergründe
der Studie des Informationsdienstes „Neues Arbeitsrecht" finden Sie hier:
www.onlinerechte-fuer-beschaeftigte.de/more/situations/030223185154



5. Regierung will Cybercrime-Konvention in dieser
Legislaturperiode umsetzen
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Die Bundesregierung plant, die nach langen und heftigen Diskussionen vor
einem guten Jahr in Budapest unterzeichnete Cybercrime-Konvention des
Europarats in dieser Wahlperiode in nationales Recht umzusetzen. Die
Übereinkunft ist besonders umstritten, da sie weit gehende Klauseln zur
Datenspeicherung und zur Telekommunikationsüberwachung enthält. Erstmals
sollen die 33 Nationen des Staatenbunds sowie Japan, Kanada, Südafrika und
die USA, die sich dem Abkommen angeschlossen haben, gemeinsame konkrete
Maßnahmen im Kampf gegen Hacker, Cracker, Päderasten, Online-Erpresser oder
andere das Internet für ihre Zwecke missbrauchende Gangster ergreifen.

>> Weitere Informationen zum Thema
www.onlinerechte-fuer-beschaeftigte.de/more/situations/030224095632




6. Wer soll über Internet-Zukunft entscheiden?
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Wird der Weltgipfel der Informationsgesellschaft Ende dieses Jahres
eine "Ethikerklärung" für das Internet verabschieden, werden die
beteiligten Staaten sich auf eine "Konvention über die Sicherheit
der Netze" einigen? Darüber verhandelten 1.600 Vertreter von Regierungen,
Unternehmensverbänden und Nichtregierungsorganisationen beim zweiten
Vorbereitungstreffen des WSIS bei der International Telecommunication Union
(ITU) in Genf. WSIS-Präsident Adama Samassekou nannte das Treffen
"zentral", da es einen ersten Entwurf für das Abschlussdokument im Dezember
vorlegen soll.

>> weitere Informationen:
www.onlinerechte-fuer-beschaeftigte.de/more/situations/030224121504



7. „Onlinerechte für Beschäftigte" auf der CeBit
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Unsere Kampagne zum Anfassen! Am 17. März präsentieren wir „Onlinerechte
für Beschäftigte" auf der CeBit in Hannover. Sie finden uns sowohl auf dem
Stand der ver.di (Halle 9, Stand D79) als auch bei „hessen media"
(Halle 4, Stand C70).



8. Big Brother im Betrieb
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Am 18. März 2003 findet in Frankfurt ein Workshop zu Überwachungs-,
Kontroll- und Filtersoftware statt.

Internet und Intranet sind in aller Munde und beeinflussen in
Unternehmen und Organisationen Abläufe, Arbeitsinhalte und
Durchlaufzeiten und letztlich wirtschaftliche Entscheidungen.
Fragen nach der Qualifikation, den Arbeitsbelastungen und der
Leistungs- und Verhaltenskontrolle tauchen im Betrieb auf.

Der Workshop will sich mit der Problematik der Kontrolle intensiv
auseinandersetzen. Auch unter dem Blickwinkel der Verbreitung von
Internetanwendungen im operativen Bereich von Unternehmen und
Organisationen.

>> Hier finden Sie Details zur Veranstaltung und Informationen zur Anmeldung:
www.onlinerechte-fuer-beschaeftigte.de/service/dates


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Vielen Dank für Ihr Interesse!
www.onlinerechte-fuer-beschaeftigte.de

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