Onlinerechte für Beschäftigte - Überwachung am Arbeitsplatz
Wichtiger Hinweis:

Diese Webseite ist Teil eines inzwischen ausgelaufenen Projekts und wird ab September 2014 nicht weiter aktualisiert, bleibt aber vorerst als Archiv erhalten.

Vielen Dank für Ihr Verständnis
Ihr Team der Onlinerechte für Beschäftigte

Service

Newsletter vom 03.06.2002

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Onlinerechte für Beschäftigte
Newsletter 03.06.2002
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Liebe Abonnentin,
lieber Abonnent des Kampagnen-Newsletters,


Freunde rufen Sie heimlich an, um Ihnen die
WM-Ergebnisse zuzuflüstern? Und Ihr Chef
verbietet das Nachschauen im Internet?

ver.di unterstützt Fußballfans am Arbeitsplatz
und fordert die Arbeitgeber auf, ihren Beschäftigten
während der Fußball-Weltmeisterschaft in geregeltem
Umfang den Zugriff auf Spielergebnisdienste
im Internet zu gestatten.

Unter www.onlinerechte-fuer-beschaeftigte.de
gibt's wichtige Hinweise zur privaten Internetnutzung
am Arbeitsplatz und auch ein paar Link-Tipps zur WM.

Die Pressemitteilung zum Thema finden Sie unter
>> http://www.onlinerechtefuerbeschaeftigte.de/service/press_releases


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Qualitätsmodell zum Datenschutz

Welche Qualitätsstandards sind bei der betrieblichen
Einführung und Nutzung von Inter- und Intranet zu beachten?
Wie gut oder schlecht ist der Datenschutz-
Standard im Betrieb?

Anhand der „Quid-Prinzipien“ wurde ein
Qualitätsmodell zum Datenschutz entwickelt,
das stichpunktartig Qualitätsmaßstäbe für den
betrieblichen Datenschutz bei der Inter- und
Intranetnutzung aufzeigt.


Unser Qualitätsmodell zum Datenschutz gibt
Betriebs- und Personalräten ein wichtiges Werkzeug
zur Unterstützung der täglichen
Arbeitspraxis an die Hand.

>> http://www.onlinerechte-fuer-beschaeftigte.de/more/personal_security



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Lassen Sie uns an Ihren Erfahrungen teilhaben!

Ihre persönlichen Erfahrungen sind für uns sehr wichtig.
Wir laden Sie herzlich ein, an unserer Umfrage teilzunehmen.
Investieren sie drei Minuten und beantworten Sie unsere Fragen
zur Regelung der Internet-Kommunikation (E-Mail, Internet,
Intranet) an Ihrem Arbeitsplatz.

>> http://www.onlinerechte-fuer-beschaeftigte.de/dialog/survey



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Der Chef surft mit.

Zwei Experten diskutieren aus unterschiedlichen
Perspektiven (Gewerkschaft contra Arbeitgeber) über
die Möglichkeiten, die Arbeitgeber zur Online-Überwachung
ihrer Beschäftigten haben und stehen dabei Rede und
Antwort für Sie.

Bis zum 17.06.2002 können Sie Ihre Fragen richten an
- Gerrit Wiegand, Dipl. Informatiker
bei der mainis IT-Service GmbH
- Heinz Drstak, Mitarbeiter beim
Softwarehersteller Surf Control.

Sie können sich an diesem virtuellen Interview bis zum
17.06.2002 beteiligen, indem Sie eigene Fragen stellen
sowie die Fragen der anderen Teilnehmer bewerten.

>> http://tool.wegewerk.com/verdi/onlinerechte/quest/index.php3?id=2



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Verschärfte Überwachung im Internet

Der Bundesrat hat am 31.05.02 einen Gesetzentwurf in
den Bundestag eingebracht mit dem vordergründig die
Ermittlungsmöglichkeiten zum Schutz der Kinder vor
sexuellem Missbrauch erweitert werden sollen.

>> http://www.bundesrat.de/pr/pr118_02.htm

Mit diesem Gesetzentwurf wird jedoch der Versuch
gestartet, den Datenschutz für Internet und Tele-
kommunikation weitgehend auszuhebeln. Der Gesetzentwurf
wird jetzt der Bundesregierung zugeleitet, die ihn inner-
halb von 6 Wochen an den Bundestag weiterleiten muss.
Die Internet- und Telekommunikationsprovider werden zur
zwangsweisen Vorratsspeicherung sämtlicher Daten ihrer
Kunden verpflichtet. Künftig sollen nicht nur Polizei,
sondern auch Verfassungsschutz, Bundesnachrichtendienst,
MAD und Zollkriminalamt die gesammelten Verbindungs- und
Nutzungsdaten von Millionen von Bürgern sammeln können.
Für welchen Zeitraum die Provider die Daten speichern
müssen, soll nicht der Gesetzgeber, sondern die Exekutive
per Rechtsverordnung festlegen können. Das allein verstößt
gegen den verfassungsrechtlichen Grundsatz, wonach die
wesentlichen Entscheidungen über Grundrechtseingriffe
dem Parlament vorbehalten sind (so der schleswig-
holsteinische Landesdatenschützer Helmut Bäumler).

Auch der Verband der deutschen Internet-Wirtschaft
eco hat die Gesetzesinitiative scharf kritisiert,
da sie wirtschaftlich untragbar sei und mehrere tausend
Arbeitsplätze gefährden könne.

>> http://www.heise.de/newsticker/data/cp-01.06.02-001



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Auch auf EU-Ebene weniger Datenschutz

Am 30.05.02 hat das EU-Parlament eine umstrittene
Richtlinie „über die Verarbeitung personenbezogener
Daten und den Schutz der Privatsphäre in der
elektronischen Kommunikation“ akzeptiert.

>> http://www.europarl.eu.int/press/index_de.htm

Danach wird innerhalb der EU die Vorratsdatenspeicherung
möglich. Die Mitgliedsstaaten dürfen bestehende Schutz-
bestimmungen per Gesetz lockern um „Strafverfolgung
durchzuführen oder um die nationale und öffentliche
Sicherheit zu schützen“.

Ursprünglich war eine deutlich schärfere Regelung
vorgesehen, wonach der Lauschangriff auf die E-Kommunikation
generell eine strikte Ausnahme bleiben sollten.




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Ihre Unterschrift zählt!

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>> http://www.onlinerechte-fuer-beschaeftigte.de/supporter/signature


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http://www.onlinerechte-fuer-beschaeftigte.de
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