Onlinerechte für Beschäftigte - Überwachung am Arbeitsplatz
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Kontrolle am Arbeitsplatz

Datenschutz am Arbeitsplatz lässt noch zu wünschen übrig

Hinsichtlich des Datenschutzes am Arbeitsplatz herrscht laut einer Online-Umfrage im Rahmen der ver.di-Kampagne „Onlinerechte für Beschäftigte“ weiterhin große Unsicherheit bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Deutschland. ver.di sieht darin eine weitere Bestätigung der Notwendigkeit eines Arbeitnehmerdatenschutzgesetzes. Dieses ist umso dringlicher, da die Mehrheit der Befragten angab, mehr als 2 Stunden täglich das Internet beruflich zu nutzen.



Großen Handlungsbedarf sieht ver.di vor allem hinsichtlich der Überwachung des Online-Verhaltens am Arbeitsplatz. Denn ein Großteil (44%) der Befragten ist darüber nicht informiert und vermutet, dass am Arbeitsplatz kontrolliert wird. Lediglich 27% wissen konkret, dass sie überwacht werden. 28% gaben an, dass in ihrem Betrieb/ihrer Dienststelle nur bei einem konkreten Anlass Kontrollen stattfinden. Es ist erschreckend, dass fast 50% nicht wissen, wie mit ihren Daten umgegangen wird bzw. davon ausgehen, dass eifrig mitgelesen wird. Dieser Eindruck bleibt bestehen, auch wenn die Mehrheit der Befragten (52%) angab, dass die Protokolle von ihrem Arbeitgeber nur bei konkretem Missbrauchsverdacht unter Beteiligung des Datenschutzbeauftragten eingesehen werden dürfen. Bei der Frage nach eindeutigen Regelungen zum betriebsinternen Datenschutz und zur Informationssicherheit fällt das Ergebnis negativ ähnlich aus. Über 27,5 % der Befragten wissen nicht, wen sie in ihrem Betrieb zu Datenschutzfragen ansprechen können oder es ist schlicht kein konkreter Ansprechpartner vorhanden.



Negativ bewertet ver.di außerdem, dass der Großteil der befragten Beschäftigten angab, bei der Einführung von Online-Kommunikationstechnologien nicht beteiligt worden zu sein bzw. darüber nichts zu wissen (zusammen 52%). Ebenso sieht ver.di Verbesserungsbedarf hinsichtlich der Heranführung der Beschäftigten an den Umgang mit Internet und E-Mail-Systemen sowie der Unterstützung bei der Handhabung im Berufsalltag. Hierbei sind viele ganz auf sich gestellt oder bekommen lediglich technische Hilfestellung. Nur 19% der Umfrageteilnehmer gaben an, neben technischer Unterweisung auch über betriebsinterne Regelungen zur Nutzung von Onlinetechnologien und Änderungen in der betriebsinternen Kommunikation informiert worden zu sein.

Positiv bewertet ver.di, dass mehrheitlich (etwa 50%) am Arbeitsplatz privat gesurft bzw. gemailt werden darf. Wenn auch größtenteils nur geduldet oder mit Einschränkungen. Nur 30% der Umfrageteilnehmer gaben an, dass ihnen jegliche private Nutzung untersagt ist. 20% ist allerdings gar nicht bekannt, inwieweit sie Internet und E-Mail privat nutzen dürfen. Hier besteht klarer Regelungsbedarf in Dienststellen und Betrieben. Erfreut stellt ver.di fest, dass über 80% der Befragten antworteten, dass sie mit ihrer Interessenvertretung online kommunizieren können. Auch wenn etwa 20% dabei nicht alle Technologien gleichermaßen nutzen können. Dieses ausgesprochen gute Umfrageergebnis führt ver.di auf die hohe Beteiligung von Personen aus Betrieben oder Dienststellen mit über 500 Beschäftigten zurück. Nur etwa 16% gaben an, keinen Betriebsrat zu haben.


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