Onlinerechte für Beschäftigte - Überwachung am Arbeitsplatz
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Ihr Team der Onlinerechte für Beschäftigte

Kontrolle am Arbeitsplatz

Kontrollchips in der Kleidung

Ein mögliches Szenario im Metro Future Store, in dem „das Einkaufen in der Zukunft“ erprobt werden soll: Als die Supermarkt-Fachkraft Lars H. abends nach Hause kommt, liegt dort ein Brief seiner Geschäftsleitung mit einer Abmahnung. Er sei in den vergangenen Wochen durchschnittlich 9 Mal auf der Toilette gewesen und habe dort pro Tag ca. 72 Minuten zugebracht. Das liege 27 Minuten über dem Soll und diese Zeit werde ihm zukünftig von seinem Arbeitszeitkonto abgezogen. Entsetzt sucht er seinen Supermarkt-Kittel ab und findet einen RFID im Kragensaum“. Dies ist keine Zukunftsversion mehr. In den USA wird Berufskleidung bereits mit RFID-Chips (Radio-Frequency-Identification, per Funk auslesbare Kennzeichnungen) ausgestattet.

RFID Technik soll auch überwachen helfen, ob ein Arbeitnehmer sich nach dem Toilettengang die Hände gewaschen hat. Die Firma Woodward Laboratories wirbt auf ihren Webseiten mit einem berührungslosen Seifenspender, der mittels des RFID-Batches des Angestellten überwachen kann, ob Seife entnommen worden ist und kontrolliert auf diese Weise, ob z.B. der Krankenpfleger die „Hygiene Policy“ eingehalten hat.

ver.di hat eine Basisinformation zum Thema RFID erstellt, die kostenlos als PDF zur Verfügung steht. Die Broschüre zeigt die Einsatzmöglichkeiten, Chancen und Risiken von RFID. Sie zeigt, wo Regelungsbedarf besteht und was Betriebsräte schon jetzt zum Schutz der Beschäftigten tun können. Die Broschüre will Betriebsräte ermutigen, ihre Informations-, Initiativ- und Mitbestimmungsrechte wahrzunehmen. Für Betriebsräte ist es jetzt wichtig, die durch die Technik betroffenen Rechte der Beschäftigten zu sichern und ihre Interessen zu vertreten. Letztendlich dient dieses Einmischen, wie zum Beispiel bei den Belangen des Datenschutzes, nicht nur den Beschäftigten während der Arbeit, sondern auch nach Dienstschluss als Kundin oder Kunde.
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