Onlinerechte für Beschäftigte - Überwachung am Arbeitsplatz
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Kontrolle am Arbeitsplatz

Überwachung am Fahrersitz per GPS

Zunehmend werden die Flotten von Speditionsunternehmen mit Hilfe von GPS-Handys (Global-Position-System) überwacht. Die Ortung ist bis auf 10 Meter genau. Ein Speditionsunternehmen hat alle 18 Fahrzeuge mit der entsprechenden Software (z.B. DATAfleet) ausgerüstet. Dadurch konnten sowohl die Telefonkosten als auch die Kilometerleistung der Fahrzeuge verringert werden.

Diese Ortungstechniken werden auch für Außendienstmitarbeiter und Monteure eingesetzt. „In der ersten Zeit hatte ich das unangenehme Gefühl, beobachtet zu werden“ berichtet ein Brummifahrer auf den Webseiten des Herstellers über das Überwachungssystem seiner Spedition. Die Kommunikation mit den Disponenten habe sich jedoch seither vereinfacht. Früher musste er sich täglich telefonisch melden, um seine Position durchzugeben. „Dabei kam es des öfteren vor, dass die Leitungen besetzt waren und wir es mehrmals versuchen mussten. Ich muss nicht ständig erklären, dass ich schon seit acht Stunden gefahren bin und deshalb nicht noch eben schnell die 300 Kilometer bis zur nächsten Ladestelle fahren kann, wie es ja auf dem Bildschirm des Disponenten zu sehen ist.“ Insgesamt sei das System „etwas gewöhnungsbedürftig, aber eine durchaus angenehme Erleichterung für Fahrpersonal und Disposition“ (Quelle: www.webfleet.de/DE/company/experiences-trucker.shtml)

Das Geschäftsmodell von Maut-System-Anbieter Toll Collect sieht die Möglichkeit für Speditionen vor, mit Hilfe des Systems ihr Flottenmanagement durchzuführen. Zwar gehören zu den Abrechnungsdaten des Maut-Systems zunächst nur die gefahrenen Kilometer sowie das Kennzeichen. Das Gerät unterstützt aber auch die Navigation, das Flottenmanagement und die Sendungsverfolgung. Weiß der Disponent einer Spedition genau, wo sich welcher LKW gerade befindet, kann er die Routenplanung kurzfristig ändern, dies dem Fahrer über das Bordgerät mitteilen und ihm zugleich die neue Fahrtstrecke durchgeben. Und mit Hilfe der in den Lkw installierten OnBoardUnits (OBUs) ist durch die jederzeitige Lokalisierung der registrierten Fahrzeuge auch die Erstellung von präzisen Bewegungsprofilen möglich.

Die etwa autoradiogroße OBU wird an die Bordelektronik angeschlossen und mit einem Tachosensor, einem GPS-Empfänger, einer GSM-Antenne und einem Infrarotsender ausgestattet. Es vergleicht ständig die aktuellen GPS-Koordinaten mit einer im Gerät gespeicherten Straßenkarte von Deutschland. In jedes Gerät ist auch ein GSM-Telefon bzw. Handy eingebaut, das sich in das Mobilfunknetz von T-Mobil einbucht. Verlässt der LKW die mautpflichtige Strecke, verschickt das Handy eine Mitteilung mit der errechneten Maut an die Toll-Collect-Zentrale, die diese Daten sammelt und der Spedition eine Rechnung stellt.


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